{"id":3635,"date":"2013-11-01T09:00:10","date_gmt":"2013-11-01T08:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.crazybird.net\/?p=3635"},"modified":"2013-11-01T09:00:10","modified_gmt":"2013-11-01T08:00:10","slug":"die-mobilitaetsagentur-nur-ein-feigenblatt-der-stadt-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.crazybird.net\/?p=3635","title":{"rendered":"Die Mobilit\u00e4tsagentur &#8211; nur ein Feigenblatt der Stadt Wien?"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. November 2011, also vor 2 Jahren, nahm die <em>Radagentur<\/em>, die mittlerweile mit der Schaffung einer Fu\u00dfg\u00e4ngerbeauftragten zur\u00a0 &#8222;<em><a href=\"http:\/\/www.fahrradwien.at\/\">Mobilit\u00e4tsagentur<\/a><\/em>&#8220; erweitert wurde, ihre Arbeit auf. Der damals definierte <a href=\"http:\/\/chorherr.twoday.net\/stories\/38790728\/\">Aufgabenbereich <\/a>der neu geschaffenen GmbH unter anderem: die\u00a0 \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr den Radverkehr,\u00a0Anlaufstelle f\u00fcr alle Radfahrorganisationen sowie die Schnittstelle zwischen Magistrat und Radfahrcommunity.<\/p>\n<p>Da die Radagentur also genug Zeit hatte, sich in Ihrer Funktion zu beweisen, darf ein erstes Fazit gezogen werden. Aus meiner Sicht: die PR funktioniert gut. \u00dcberall in der Stadt verteilt findet man das h\u00fcbsche Logo der Radagentur, der Radbeauftragte Martin Blum darf sich immer wieder in der \u00d6ffentlichkeit, etwa bei Diskussionen zum Thema, \u00e4u\u00dfern und macht dies auch meist sehr zufriedenstellend und professionell. Auch hat man als Radfahrer in Wien durch die Agentur das Gef\u00fchl, freundlich, kompetent und mit Respekt behandelt zu werden &#8211; vielen Dank an dieser Stelle an all die netten MitarbeiterInnen der Mobilit\u00e4tsagentur!<\/p>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Manko der neu geschaffenen GmbH allerdings ist, dass sie keinerlei Entscheidungskompetenzen hat. So erf\u00fcllt sie Ihre Schnittstellenaufgabe zur Wiener Beamtenschaft &#8211; namentlich zu den Magistratsabteilungen 46 und 33 zwar &#8211; das sieht aber so aus, dass einem seitens der Agenturmitarbeiter nur freundlich mitgeteilt wird, warum dieses oder jenes Begehren zum Thema Radfahren &#8222;leider nicht umsetzbar&#8220; oder &#8222;leider nicht m\u00f6glich ist. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet: man hat eine Pufferzone zwischen B\u00fcrgerInnen und Beamtenschaft geschaffen, wodurch sich letztere die direkte Konfrontation mit den Menschen zunehmend erspart.<\/p>\n<p>In den verantwortlichen Magistratsabteilungen (haupts\u00e4chlich 46 und 33)\u00a0 hat sich dagegen, so mein Eindruck, in Wirklichkeit wenig getan. Hier wird noch immer zuerst ans Auto gedacht, Innovationen im Radverkehr, ein Evaluieren und \u00dcberdenken etablierter, aber teilweise sinnloser, manchmal sogar gef\u00e4hrlicher Radverkehrsl\u00f6sungen findet nicht statt.<\/p>\n<p>Um sich nicht dem Vorwurf, zu wenig zu tun, werden da und dort Ma\u00dfnahmen &#8211; wie etwa die Erweiterung des Ringradweges &#8211; gesetzt oder Bodenmarkierungen erneuert, Radwege eingef\u00e4rbt. Das man aber beispielsweise den Ringradweg &#8211; als teilweise\u00a0 gef\u00e4hrliche Slalomstrecke f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer &#8211; grunds\u00e4tzlich hinterfragt &#8211; Fehlanzeige!<\/p>\n<p>Die\u00a0 MitarbeiterInnen der Radagentur haben selbstverst\u00e4ndlich daran keine Schuld. Verantwortlich daf\u00fcr sind die gew\u00e4hlten PolitikerInnen in den entsprechenden Ressorts &#8211; allen voran Vizeb\u00fcrgermeisterin Maria Vassilakou als Leitern des Ressorts f\u00fcr <i>Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und B\u00fcrgerInnenbeteiligung. <\/i>Es muss die Frage gestattet sein, ob sie entweder nicht genug Ma\u00dfnahmen setzt beziehungsweise ob die Gr\u00fcnen nicht genug Durchsetzungsf\u00e4higkeit besitzen, um Ihre Ideen beim Thema Verkehr im Zusammenhang mit Radfahren in die Tat umzusetzen, und das auch abseits des derzeit viel diskutierten (und selbstverst\u00e4ndlich ebenfalls wichtigen) &#8222;Prestigeprojektes&#8220; <em>Fussg\u00e4ngerzone Mariahilfer Strasse.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein erstes pers\u00f6nliches Fazit zur Mobilit\u00e4tsagentur vulgo Radagentur.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3642,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,5],"tags":[33,105,106,151,152,153,155,172,219,220,291],"class_list":["post-3635","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-verkehr","tag-beamte","tag-grune","tag-gruene-wien","tag-ma-33","tag-ma-46","tag-magistrat","tag-maria-vassilakou","tag-mobilitaetsagentur","tag-radagentur","tag-radfahren","tag-verkehr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3635"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3635\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.crazybird.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}